Eine Welt Laden St. Cäcilia Irmgarteichen e.V.

Kaffeeseuche in Mittelamerika

Veröffentlicht von Hendrik (hendrik kölsch) am 03.03.2013
News-Archiv >>

Textquelle: www.gepa.de

In Mittelamerika breitet sich der so genannte Kaffeerost , auch „Roya“ genannt, aus: ein Pilz, der die Kaffeepflanzen und damit die Existenz von Millionen von Kleinbauern bedroht.

Erste Anzeichen des Kaffeerosts sind kleine gelbe Flecken auf der Unterseite der dunkelgrünen Blätter der Büsche. Die werden immer größer. Das Blatt färbt sich bunt wie Herbstlaub und wird schließlich mit einem feinen weißen Pulver überzogen. Dann fallen die Blätter ab und die Kaffeefrucht ist schutzlos der Sonne ausgesetzt.

Einbußen bei der Ernte

Auch GEPA-Kaffeepartner kämpfen mit der Seuche, vor allem in Guatemala, Honduras, Nicaragua und Kolumbien. Die Genossenschaft Soppexcca in Nicaragua berichtet unserem Produktmanagement zum Beispiel: „Schätzungsweise 40 Prozent der Flächen sind befallen. Ein Produzent und seine Familie, die vorher 50 Sack (ca. 2,9 Tonnen; 1 Sack ca. 57 Kilo) ernteten und schon wirtschaftliche Probleme hatten, haben nun 30 Quintales (1,4 Tonnen, 1 Quintal = 45,36 Kilo). Du kannst Dir vorstellen, dass es für alle traurig ist.“

„Landwirtschaftlicher Notstand“ in Guatemala

Sorgen macht sich auch Kaffeebauer Erasmo Palacio Castillo von FEDECOCAGUA in Guatemala: „Die Produktion von Kaffee wird dieses Jahr gut in den Keller gehen. Es ist eine nationale Katastrophe.“

In Guatemala hat die Regierung vor Kurzem auch den sogenannten „landwirtschaftlichen Notstand“ verhängt. Unsere Partner tun zurzeit alles, um die Krankheit zu bekämpfen – der Faire Handel mit der GEPA gibt ihnen die Stabilität, die sie dafür brauchen. Soppexcca hat beispielsweise Kaffeebauern und drei Techniker zu einem Austausch nach Honduras entsandt. „Es geht um erfolgreiche Methoden bei Biokaffee. Dies ist Teil unseres Aktionsplans, da der Kaffeerost in Honduras früher auftrat als bei uns und sie einen Vorsprung haben.“

Ursache Klimawandel

Forscher sehen als Ursache u. a. den Klimawandel. Durch die höheren Temperaturen kann sich der Roya auch in höheren Lagen ausbreiten und gefährdet somit die auf dem Markt besonders gefragten Sorten.

Detailierte Hintergrundinformationen erhalten Sie hier:

Download_Hintergrund.pdf

www.gepa.de

Zuletzt geändert am: 03.03.2013 um 13:45

Zurück